Donnerstag, 18. Februar 2010
Eine Nacht im Tempel
Ist zwar schon zwei Wochen her, aber besser spät als nie kommen hier ein paar Bilder von Koya-san, dem Ursprungsort einer der Hauptrichtungen im japanischen Buddhismus. Ist ein kleines abgelegenes Örtchen auf einem Berg, es leben dort ca. 4000 Menschen, davon 1000 Mönche. Wir waren dort mit den japanischen Professoren und ein paar Deutschen und haben in einem der Tempel übernachtet. Die Herberge war traditionell japanisch, mit Tatami-Zimmern und Futon-Betten, einem Kotatsu (niedriger Tisch mit Wärmedecke), japanisches Bad, traditionelles Essen. Allerdings vegetarisch, die Mönche dürfen kein Fleisch oder Fisch essen. Frühmorgens mussten wir dem Morgengebet beiwohnen, das aus ca. einer Stunde Sprechgesang bestanden hat. Später durften wir noch das schneebedeckte Örtchen inklusive der diversen buddhistischen Einrichtungen erkunden (das erste Mal dass ich hier Schnee zu sehen bekam). Auf jeden Fall mal ein Erlebnis der besonderen Art. Nach dem ganzen fleischlosen Essen wurden wir anschließend dann noch zum Kobe-Rind eingeladen!
Samstag, 30. Januar 2010
Das letzte Wochenende
Mir ist aufgefallen, dass ich hier fast nur über meine Wochenenden schreibe. Das ist eben auch, wann die interessanten Dinge passieren. Letztes Wochenende zum Beispiel, habe ich zum ersten Mal ein "Onsen" live miterlebt, das sind die berühmten heiße Quellen die es hier überall gibt. Praktisch eine Ansammlung von Becken mit verschiedenen Temperaturen, zum Teil überdacht, zum Teil im Freien. Dazu noch verschiedene Arten von Sauna. Ich glaube, da gehe ich noch öfter hin ;-) Nächste Woche ist schon in Planung, mit anderen Deutschen und ein paar der Dozenten.
Samstag war dann das Band-Festival in der Uni, wo wir aus irgend einem Grund "headlinen" sollten (ist eben schon was besonderes, einen europäischen Gitarrist dabei zu haben..). Bei 22 Bands hat das ganze entsprechend lange gedauert. Aber war sehr spaßig, demnächst kommen hoffentlich noch ein paar Videos.
Sonntag waren eine Freundin und ich bei einer japanischen Familie auf einer "Okonomiyaki-Party" eingeladen (das ist was zu essen). Es sollten noch ein paar andere Ausländer kommen, aber die hatten abgesagt. Hat auf jeden Fall sehr lecker geschmeckt, so Art japanische Pfannkuchen, bzw. manchmal liest man auch japanische Pizza als Übersetzung.. hat aber mit beidem nicht unbedingt viel zu tun. Wird in der Pfanne gebraten, aber unter anderem mit Fleisch & Meeresviechern, Seealgen, und viel Soße und Mayo. Was ich auch immer wieder bemerkenswert finde ist aber die japanische Gastfreundschaft: Man wird extrem zuvorkommend behandelt, bekommt tausend Dinge angeboten, alles mögliche zu essen, usw. Dafür muss man sich natürlich hinterher auch zig mal Bedanken und leicht verbeugen. Außerdem wurde ich noch gebeten, ihnen "Freude Schöner Götterfunken" beizubringen, jedenfalls die Aussprache, das wollen sie demnächst irgendwo vorsingen. War sehr amüsant ;-)
Und noch ein paar Bilder:
Samstag war dann das Band-Festival in der Uni, wo wir aus irgend einem Grund "headlinen" sollten (ist eben schon was besonderes, einen europäischen Gitarrist dabei zu haben..). Bei 22 Bands hat das ganze entsprechend lange gedauert. Aber war sehr spaßig, demnächst kommen hoffentlich noch ein paar Videos.
Sonntag waren eine Freundin und ich bei einer japanischen Familie auf einer "Okonomiyaki-Party" eingeladen (das ist was zu essen). Es sollten noch ein paar andere Ausländer kommen, aber die hatten abgesagt. Hat auf jeden Fall sehr lecker geschmeckt, so Art japanische Pfannkuchen, bzw. manchmal liest man auch japanische Pizza als Übersetzung.. hat aber mit beidem nicht unbedingt viel zu tun. Wird in der Pfanne gebraten, aber unter anderem mit Fleisch & Meeresviechern, Seealgen, und viel Soße und Mayo. Was ich auch immer wieder bemerkenswert finde ist aber die japanische Gastfreundschaft: Man wird extrem zuvorkommend behandelt, bekommt tausend Dinge angeboten, alles mögliche zu essen, usw. Dafür muss man sich natürlich hinterher auch zig mal Bedanken und leicht verbeugen. Außerdem wurde ich noch gebeten, ihnen "Freude Schöner Götterfunken" beizubringen, jedenfalls die Aussprache, das wollen sie demnächst irgendwo vorsingen. War sehr amüsant ;-)
Und noch ein paar Bilder:
Mittwoch, 20. Januar 2010
Himeji & anderes
So, ja, mich gibt es auch noch: Seit zwei Wochen bin ich wieder zurück in Japan, und hatte schon wieder alles mögliche um die Ohren: Nach einigem hin und her darf ich meinen Aufenthalt bis April verlängern! Das hat unter anderem zur Folge, dass ich einen Flug in den warmen Süden Japans gesponsert kriege, um meine Arbeit dort vorzustellen. Leider nur ein oder zwei Tage zum Sightseeing, aber so komme ich immerhin überhaupt mal in die Gegend. Was gab es noch.. ein sehr cooles, aber leicht überteuertes, Konzert von Muse (von denen wir am Uni-Konzert Samstag 4 Lieder spielen werden). Das ist einer der großen Vorteile, in einer Millionenstadt zu wohnen: Es gibt regelmäßig sehr gute Live-Konzerte. Bisher Opeth und Muse, im März sehe ich eventuell noch Steve Lukather (Toto) und Victor Wooten.
Letzten Samstag habe ich dann mal wieder einen Ausflug unternommen, diesmal zum Schloss von Himeji, das wohl berühmteste Schloss Japans. Und zwar zurecht: Es ist sehr groß und beeindruckend, und im Gegensatz zu den meisten anderen Schlössern noch im Original erhalten, weil es nie zerstört wurde. Drumherum gibt es auch eine schöne Parkanlage, im Prinzip ist das ganze Stadtzentrum auf die Burg ausgerichtet. Die längere Anfahrt war es auf jeden Fall wert.
Letzten Samstag habe ich dann mal wieder einen Ausflug unternommen, diesmal zum Schloss von Himeji, das wohl berühmteste Schloss Japans. Und zwar zurecht: Es ist sehr groß und beeindruckend, und im Gegensatz zu den meisten anderen Schlössern noch im Original erhalten, weil es nie zerstört wurde. Drumherum gibt es auch eine schöne Parkanlage, im Prinzip ist das ganze Stadtzentrum auf die Burg ausgerichtet. Die längere Anfahrt war es auf jeden Fall wert.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Auf nach "Doitsu"!
Jetzt bin ich noch nicht mal 2 Monate hier und schon geht es wieder zurück nach Deutschland (wenn auch nur für anderthalb Wochen Weihnachtsurlaub). Die Zeit ist mal wieder viel zu schnell verstrichen, auch wenn ich schon jede Menge erlebt habe, habe ich nicht mal ansatzweise alles gemacht was ich mir vorgenommen habe.
Vom japananischen Kulturschock, vor dem überall gewarnt wurde habe ich überhaupt nichts gemerkt.. Ich fand es im Gegenteil ziemlich spannend, mich an das japanische Leben zu gewöhnen. Mittlerweile fahre ich mit dem Fahrrad ohne zu überlegen auf der linken Seite, koche am liebsten mit Stäbchen, mache beim Bedanken eine kleine Verbeugung, und finde es normal, dass Sonntags die Geschäfte offen, die Geldautomaten dagegen geschlossen haben. Sogar das Nudelsuppen-Schlürfen habe ich mir ein bisschen angewöhnt (muss aber noch viel üben..).
Anderseits laufe ich noch nicht wie manche japanischen Männer mit Handtasche und glitzernden Klamotten herum, und das wird sich auch nicht ändern! Man ist hier eben doch unverkennbar Ausländer. Auch deswegen freue ich ich mich auf die "Auszeit": mal wieder knapp zwei Wochen lang nicht nach dem Weg fragen und trotzdem verlaufen; wissen, was das ist, was ich da gerade esse; in der Öffentlichkeit die Nase putzen dürfen; und eine Heizung haben, die das Zimmer tatsächlich warm macht! Aber vor allem freue ich natürlich, die Feiertage mit Familie und Freunden verbringen zu dürfen. Also dann: Bis bald :-)
Vom japananischen Kulturschock, vor dem überall gewarnt wurde habe ich überhaupt nichts gemerkt.. Ich fand es im Gegenteil ziemlich spannend, mich an das japanische Leben zu gewöhnen. Mittlerweile fahre ich mit dem Fahrrad ohne zu überlegen auf der linken Seite, koche am liebsten mit Stäbchen, mache beim Bedanken eine kleine Verbeugung, und finde es normal, dass Sonntags die Geschäfte offen, die Geldautomaten dagegen geschlossen haben. Sogar das Nudelsuppen-Schlürfen habe ich mir ein bisschen angewöhnt (muss aber noch viel üben..).
Anderseits laufe ich noch nicht wie manche japanischen Männer mit Handtasche und glitzernden Klamotten herum, und das wird sich auch nicht ändern! Man ist hier eben doch unverkennbar Ausländer. Auch deswegen freue ich ich mich auf die "Auszeit": mal wieder knapp zwei Wochen lang nicht nach dem Weg fragen und trotzdem verlaufen; wissen, was das ist, was ich da gerade esse; in der Öffentlichkeit die Nase putzen dürfen; und eine Heizung haben, die das Zimmer tatsächlich warm macht! Aber vor allem freue ich natürlich, die Feiertage mit Familie und Freunden verbringen zu dürfen. Also dann: Bis bald :-)
Freitag, 18. Dezember 2009
Happy Birthday (naja, fast)
Das ist typisch Japaner: Da ich ja an meinem Geburtstag in Deutschland bin, haben ein paar von meinen Musiker-Kumpels spontan gestern eine kleine verfrühte Feier für mich geplant. Inklusive 2 meiner Lieblings-Aktivitäten: Japanische Fleisch-Spießchen essen und in die Karaokebar gehen ;-) Ist eine kleine, gemütliche, lustige Runde geworden. Jetzt fühl ich mich schon fast 22!
Montag, 14. Dezember 2009
Kobe - Luminarie
Freitag war ich auf dem "Luminarie Festival" in Kobe. Seit dem großen Erdbeben vor 15 Jahren werden jeden Dezember ein paarhundertausend handbemalte Lichter kunstvoll aufgehängt, die ungefähr 10mal soviele Touristen anlocken. Von der Stimmung her hatte es beinahe etwas von der japanischen Version eines Weihnachtsmarktes: Viele Menschen, viele Essensstände, (zum Teil klassisch-europäische) Musik. Nur das Kunsthandwerk hat gefehlt. Zum Glück war ich nicht alleine dort, sonst hätte ich glatt verpasst dass ein Stand das berühmte Kobe-Rind in kleinen (bezahlbaren!) Portionen verkauft hat. War wirklich extrem lecker, kann sogar mit der brasilianischen Picanha mithalten! Kein Wunder, angeblich werden die Rinder werden ja auch täglich mit warmem Reiswein massiert und bekommen Bier zu trinken..
Dienstag, 8. Dezember 2009
Osaka: Namba
Namba (bzw. im fließenden Übergang mit Shinsaibashi) ist eines der gängigen (wenn nicht sogar das) Ausgeh- und Einkaufsviertel von Osaka. Nicht ganz billig, aber tolle Atmosphäre. Es gibt unter anderem: Eine Karaoke-Bar (eine von vielen) mit zig Stockwerken je 20 Räumen; Takoyaki (frittierter Tintenfisch mit Mayo) an jeder Ecke; ein gigantische Krabbe; und einfach zahllose Restaurants, Bars, und vor allem Menschen! Das einzige Problem ist, dass der letzte Zug um 12:00 fährt.. Man hat also die Wahl zwischen um 12 Schluss machen, durchmachen bis zum Morgen, oder beim Taxi fahren pleite gehen (bisher habe ich noch immer Option 1 gewählt..). Und so sieht's aus:
Dienstag, 1. Dezember 2009
Amanohashidate
Ist zwar schon über eine Woche her (ich war bisher zu faul zum bloggen): Wir waren mit ein paar Studenten aus dem Lab in Amanohashidate (und ja, es hat eine Weile gedauert bis ich mir den Namen merken konnte..). Amanohashidate gehört zu den drei schönsten Orten in Japan, so hat es die Regierung jedenfalls festgelegt. Man geht auf einen Hügel und genießt von dort aus die Aussicht, die auch wirklich schön ist: Man schaut auf eine Landzunge, die beide Seiten einer Bucht verbindet und angeblich, wenn man sie kopfüber betrachtet, wie ein Drache aussieht. Deshalb versuchen alle Touristen, sie rückwegs zwischen ihren Beinen hindurch zu betrachten.. sieht leicht verrückt aus!
Das merkwürdige an der ganzen Sache war: Es waren so viele Leute (Japaner) da. Vor allen Restaurants (und es gab ziemlich viele davon) waren Schlangen und man musste ewig warten, aber auf dem Hügel selbst war kaum jemand.. ?! Man hatte fast den Eindruck die haben alle nur deswegen zwei Stunden im Stau gestanden, weil sie dort essen gehen wollten?
Wie auch immer, hier gibt es ein paar Bilder:
Das merkwürdige an der ganzen Sache war: Es waren so viele Leute (Japaner) da. Vor allen Restaurants (und es gab ziemlich viele davon) waren Schlangen und man musste ewig warten, aber auf dem Hügel selbst war kaum jemand.. ?! Man hatte fast den Eindruck die haben alle nur deswegen zwei Stunden im Stau gestanden, weil sie dort essen gehen wollten?
Wie auch immer, hier gibt es ein paar Bilder:
Samstag, 28. November 2009
Kyoto
Kyoto ist eins der beliebtesten Reiseziele in Kyoto, und nur eine halbe Stunde von Osaka entfernt. Besonders im Herbst ist Kyoto wirklich schön. Ich schätze auch mal dass ich noch öfters dort hinfahren werde, denn der eine Tag hat lange nicht gereicht um alles zu sehen.. Ich habe auch zu viele Fotos gemacht, deshalb gibt es die besten diesmal im Picasa Webalbum:
Kyoto Fotos
Kyoto Fotos
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